LIHULI bedeutet ausgeschrieben Liebe, Humor und Licht

 

Schon öfter wurden Geschichten abgestimmt auf das Thema der Systemaufstellung über den LIHULI erzählt. LIHULI bedeutet ausgeschrieben Liebe, Humor und Licht„Systemische Themenaufstellung „Verletzungen“ C-Seminar in St. Gilgen am Wolfgangsee, am 15. 12. 2007„Systemische Themenaufstellung „Dominanz und Unterwerfung“ C-Seminar am Salzstiegl,  am 21. 12. 2008 Erstmals wurde die LIHULI in St. Gilgen am Wolfgangsee am 15. 12. 2007 mit den Thema „Verletzungen“ erarbeitet, dann erweitert und zum Seminarerleben  „Systemische Themenaufstellung „Dominanz und Unterwerfung“ C-Seminar am Salzstiegl, am 21. 12. 2008, in der Hoffnung erzählt, dass noch viele verschiedene Geschichten, bei verschiedenen Seminaren, Feiern und Festen und sonstigen passenden Ereignissen über den LIHULI erzählt werden. In der Feststellung, dass innen Leere ist, ein Stillstand der Bewegung, weißes Rauschen, platzt das Schöne als Erscheinung, der Ernstfall, der Auftritt der Künste und in diese Leere ergießen sich die Musik, die Bilder die Ideen und Formen der Skulpturen, die Erzählungen und der Tanz hinein, damit etwas sei und nicht Nichts sei.

So finden viele noch einen Schutzraum, ein Kokon, um dem Angriff der Zeit und dem geparkt sein „im Ablassen, in der Ermüdung, in dem, es geht nicht mehr …“ zu entrinnen und sogar selbst gemachte Ordnungen neu erkennen und neu und anders erleben und vielleicht auch neu gestalten lassen. 

Dr. Leibetseder

LIHULI 1

Die Sehnsucht und Hoffnung nach der Vielfalt

Es war einmal eine Familie, die Frau hieß Lieba, der Mann HumAha und die beiden lebten schon Jahre lang zusammen, glücklich und zufrieden, dann bekamen sie ein Kind, aber sie wussten keinen Namen für das Kind. Obwohl sie keinen Namen für den Buben wussten, waren Sie eine richtige heile Familie. Sie waren glücklich und niemand wusste warum. Auch sie selber wussten nicht mehr warum. Es gab auch keinen Grund mehr über den Namen des Buben nachzudenken.

Doch eines Tages wollte Sie, wie gewohnt, den Garten für den Winter vorbereiten und er sagte: Nein, mach es selber, mach es so wie du willst. Lieba vollkommen überrascht und meinte, es war doch bisher anders, HumAha warum hilfst Du mir nicht. HumAha sagte darauf nichts. Etwas verärgert ging sie in den Garten und nach langer schwerer Arbeit kam Lieba zurück und nörgelte an Ihm herum. HumAha drehte sich nach langem Schweigen um und sagte zu Lieba: Wieso meinst Du, dass ich nur eine mistkübelaustragende Kreditkarte bin. Sie sank nieder und brach schwer getroffen in Tränen aus und konnte sich kaum beruhigen.

LIHULI 2

So kam es, dass kaum ein Tag verging, dass HumAha von Tag zu Tag mehr an Lieba herumnörgelte und Lieba gequält zurückschlug und lauthals im Haus herumgeschrieen wird. Lieba kümmerte sich lieber um den namenlosen Sohn, der älter und älter wurde und oft weinte, weil er den Streit der Eltern verachtete und mehr und mehr Lieba nicht mehr achtete, weil Lieba ihr Dasein mit blindem Kümmern und Sorgen für ihn opferte. Mit ihrer Güte ruinierte sie alles: Verachtend dachte und fragend der Sohn: „Wie beseligend, diese Aufgehobenheit!? Gequält von dieser misslichen Lage verwaltete Lieba ihre Mutterliebe wie eine Behörde. Die Währung war die Schuld und der Liebesentzug und Lieba wurde von ökonomischen zersetz, ein dauerndes Vergelten, Aufrechnen, Belohnen, ein Durchbruch des Nicht-Altruistischen, die Durchsetzung der Tauschverhältnisse im Sentimentalen, bis es so weit ging, dass Lieba ihren namenlosen Sohn auch nicht mehr gut leiden konnte. Unerträglich und gequält von all den Erniedrigungen ging Lieba hinaus mit dem namenlosen Kind, hinaus in die Winterlandschaft, hin zu den Bergen. Der Schnee bedeckte die Wiesen, Bäume, säumte die Bäche und Wege und es gelang ihr sich zu freuen, sie freute sich an der Freude des Sohnes, wie sie im Schnee spielten und Sie nahm Teil an der Freude, nahm Teil an der Freude der Tänze und Spiele und erlebte dabei die Befreiung an der Pflicht.

Überrascht von diesem Erleben erblickte Lieba wie weich der Schnee die Konturen der Landschaft formte, wie sinnlich der Schnee die Gartenzaunspitzen abrundete, wie zart die spitzen Nadeln der Nadelbäume wirkten und erblickte einen alten Baum, einen Baum mit knorriger Rinde, eine Rinde mit vielen, vielen Rillen, so viele, dass sie unzählbar wirkten. Lieba breitete die Arme ganz aus und hörte plötzlich die Stimme des Baumes, eine weise tiefe Stimme des knorrigen Baumes: “Sehne dich doch mehr nach Freiheit.“ Lieba zu erst erstaunt und verwundert. Fragend und den Baum betrachtend sagte er wieder. „Sehne dich doch mehr nach Freiheit und der Vielfalt und breite deine Arme aus, ganz aus und dreh dich doch im Kreis.“

LIHULI 3

Etwas zögernd begann Lieba ihre Arme anzuheben und sich im Kreis zu drehen. Da erwachte in ihr zunächst langsam und dann immer mehr eine tiefe Sehnsucht nach Weisheit und Wissen. Ein unendlicher Wissensdurst überflutete ihren ganzen Körper angeleitet von diesem alten Baum mit seinen unzählbaren Rillen der knorrigen Rinde. Tief begann sie die kalte Winterluft zu atmen, atmete diese wunderschöne Winterlandschaft ein und aus und nahm sie ganz und gar in sich auf. Sie atmete immer sanfter und liebevoller tiefer, drehte sich mit ausgebreiteten Armen und nahm die Vielschicht der Winterlandschaft, das Sanfte, Weiche, Sinnliche, zarte des Schnees immer mehr und mehr in sich auf und spürt mehr und mehr wie diese Sehnsucht nach Vielschicht, Vielfalt und Wissensdurst in der Tiefe mehr und immer mehr von ihr will und wie der Schnee mehr und mehr die Konturen dieser Welt aufweicht und sie spürte eine unendliche Sehnsucht nach sinnlicher Lust und viel in einen Traum. Befreit von allem träumt Sie von einer lieben Freundin Nichtda, von Ihrer allein lebenden Freundin, die in einem Waldhäuschen lebt, weit, weit weg und sie immer gerne zu Ihr fährt.Sie geht zu Ihrer Freundin, durch die Wolke des Wissens, ein weiter, weiter Weg, hin ins Tal, zum Häuschen, dass zwischen der Wolke des Wissens und der Wolke des Nicht-Wissens steht. Und Lieba fährt deswegen gerne hin, weil es ein behagliches Gefühl ist, bei ihr zu sein. In diesem Waldhäuschen gibt es so viel und gleichzeitig nichts. Es ist so strukturlos und unkompliziert mit der Freundin und behaglich und an nichts, an was man sich halten soll oder muss, nichts was einem hält, so dass sich nach ein paar Tagen auch so was einstellen kann, dass man sich so fühlen kann, als würde man einsam Mitten in einer Menschenmenge sein. Es ist alles so simpel in diesem Waldhäuschen. Nichts und gleichzeitig so viel. Unglaublich Frei in dieser Strukturlosigkeit. Und genau dass zieht einem wieder dort weg.

LIHULI 4

 

Eines Tages zog es sie hinaus in den umliegenden Wald. Hin zu der Wolke des Nicht-Wissens. Sie ging und ging am Weg entlang, tiefer und tiefer in die Wolke des Nicht-Wissens hinein und da knackst es, ein knurren ist zu hören, unheimliches stieg auf und da steht unerwartet ein Fuchs. Der Fuchs knurrt und fletscht seine Zähne, bereit zuzubeißen und scharrt mit den Vorderfüssen bereit sie anzugreifen und zu fressen. Der Fuchs stellt all seine Haare auf und fletscht mehr und mehr die Zähne und der Speichel rinnt ihm schon aus dem Mund. Nun wusste auch Lieba, dass sie sich zu weit vorgewagt hatte, aber jetzt gibt es kein zurück mehr, der Fuchs vor Ihr, ein tollwütiger unberechenbarer Fuchs, bereit zum Angriff! Todesangst fuhr ihr in die Knochen und davon gespannt, scheit so laut sie konnte. Doch niemand hört sie in der tiefer der Wolke des Nicht-Wissens, dunkle Nacht, kein Licht war zu sehen und fast nichts war zu sehen.Der tollwütige Fuchs erkennt seine Chance und macht sich noch größer und größer und setze zum Sprung und Angriff an. Da erschien Lieba der knorrige Baum und lies einen kurzen Stock und einen Stein fallen. Lieba fing beides und schoss mit ganzer Kraft und Absicht auf den tollwütigen Fuchs. Niemals glaubte sie daran, dass sie ihn treffen könne. Niemals glaubte sie daran, dass sie das Ziel treffen könne und schoss, weil der tollwütige Fuchs schon im Sprung mit wütendem Zähnefletschen auf Sie zufliegt. Wie von Selbst, findet der kurze Stock und der Stein den Weg durch die Luft und trifft wie von selbst den Fuchs der winselnd zurückweicht und winselnd, mit eingezogenem Schweif verschreckt sich langsam in den Wald verzog.

LIHULI 5

Alleine dastehend in der dunklen Nacht, fragt sich Lieba überrascht, wie den das und was nun tun? Nach einer Weile, kam in Ihr wieder der Impuls, die Arme auszubreiten und zu tanzen und dann wieder die Sehnsucht und dem Wissensdurst. Und so wollte sie weiter gehen, tiefer in den Wald, tiefer und tiefer und sie wollte auch nicht mehr auf dem Weg gehen, sie wollte tiefer und tiefer und zum obskuren und okkulten, zu Plätzen die noch niemand sah.

LIHULI 6

 

Der Wald wurde düsterer und diabolischer, die Bäume dichter, aber nichts mehr hielt sie zurück, ein Drill bewegt sie weiter und weiter, der Drill des Durstes, des Wissensdurstes und so geht sie tiefer, mit Liebe streichelte Lieba die Bäume in der Dunkelheit, die knorriger und knorriger werden. Sie streichelt Sie liebevoll und umsichtig und so geschah es, dass sie eintauchte voll Sanftmut und mit liebe erfüllt in die okkulte düstere obskuren Fremde. Und mehr und mehr begann das Fremde und andere Lieba zu umarmen und Lieba fühlt sich mehr und mehr eingewohnt und offen voll von Mitgefühl und Fürsorge für dieses Fremde.

Und die Nacht wird dunkler und dunkler und genau dann, wenn die Nacht am dunkelsten ist, dann ist sie am kürzesten und genau zu diesem Zeitpunkt hört Lieba eine Eule. Und schritt voran und noch mal eine Eule, sie ging dem Rufen der Eulen nach und schneller und schneller und rannte wie ohne Sinne und plötzlich hatte sie keinen Boden mehr unter den Fülsen. Sie viel in ein großen Felsenspalt. Sie fällt und fällt immer tiefer, tiefer und tiefern, im freien Fall, nirgendwo findet sie halt, sie fällt und fällt und schaudern fährt durch ihren Körper, sie fällt und schreit ausatmend vor Todesangst und fällt, bodenlos, kein Licht war zu sehn. Da schreit die Eule ein drittes mal und Lieba verwandelte sich wundervoll in eine Eule und begann die Flügel zu spürn, das Federkleid, die Leichtigkeit in der Luft und breitet langsam die Flügel aus und beginnt zu fliegen, frei und geschmeidig durch die Luft, hinaus aus der Felsenspalte, sehend in der Dunkelheit noch tiefer in den Wald und je tiefer sie fliegt, desto vollherziger fühlt sie sich.

LIHULI 7

Spürt das Herz, vergnügt und vollherzig und zufrieden setzt sie sich auf einen hohen Baum, ganz oben auf den Wipfel. Umsichtig und Umhersehend erblickte sie den tollwütigen Fuchs, mit eingezogenem Schweif in der ferne herumstreunen und sie konnte nicht anders als mit dem Kopf hin- und herwippen und schmunzeln, schmunzeln über diesen armen erbärmlichen tollpatschigen Aasfresser. Sie erfüllt ein Gefühl der Erhabenheit, konnte sie sich doch jetzt holen, was sie brauchte, mal ein Mäuschen, mal ein Würmchen. In diesem Hin- und Her mit Ihrem Köpfchen, besinnt Sie, sie könnte sich auch den tollwütigen Fuchs mit eingezogenem Schwanz holen und töten, aber sie lässt diesen lieba ziehen, soll er doch anderen auch was lehren.

 

Dann dämmerte es und Lieba fliegt als Eule zum Waldhäuschen zurück und sieht von oben schon den Ofen einheizen. Lieba setzt sich aufs Dach. Verwandelt sich und rutscht auf den Ast hinunter auf die Schaukel neben dem Waldhäuschen und beginnt freudig zu schaukeln. Schaukelnd versenkt sie sich in des leere Firmament der Wolke des Nichtwissen, und je höher der Blick drang, um hinter jedem Jenseits ein neues Jenseits zu erschließen, desto klarer wurde dieser Himmel als idealer Raum und schaukelt mehr und mehr und höher und höher und genau dort wo die Schaukel Nicht-Mehr höher und Noch-Nicht tiefer sank, genau dannsieht sie den Tod, als Mann tanzend um Nichtda im Nichts, zu einer Zeit wo das Jenseits und Diesseits noch friedlich miteinander lebten, im Jenseites die Mutter der Mütter, Nichtda und der Vater der Väter, der Tod und im Diesseits das werdende und lebende Leben in allen sichtbaren und unsichtbaren Ausdrücken, beide Seiten um ihr Dasein zeitlos ringend. LIeba schreckt auf und fragte sich: Ist das die Erfahrung dem Sterben liebevoll zuvorzukommen? Unverhofft öffnete sich der innere Raum noch weiter, sanft und weich, tiefer und tiefer mit tiefer Ruhe und tiefer aus dem nichts strömende Zufriedenheit.

 

Ergriffen atmete Lieba diesen sich unendlich öffnenden Raum, voll Angstlust ergriffen, ein heroisches Gefühl, hineingezogen werden in die Unendlichkeit jenes Nicht-Sein, ein Anblick des Himmels, die Unendlichkeit des Raumes und Zeit, in beiden sie nicht leben, vollkommen bodenlos begann Lieba sich tanzend zu drehen, so als könnte man wieder sein, was man nie gewesen ist. Ein Licht, dass keinen Schatten wirft, durchströmt Sie und erfüllt sie und es vielen alle Illusionen, die Idee der Wiedergeburt, der Auferstehung, der Erlösung, der Seelen und des Aberglaubens. Sie strahlte und wusste. Die Toten sind nicht Tot, sie tanzte mitten unter ihnen. Sie spürt plötzlich wieder die Schaukel und genoss dieses Schaukeln, das wegschaukeln des Mehltaues der Gewohnheit, der Taubheit der Routine, des Panzers vor der Angst der Enttäuschung, das wegschaukeln der Rüstung der Verbitterung und tiefer und tiefer hineinschaukeln in die Lust im Nicht-Sein sein und immer höher, voller Sehnsucht Weisheit und Wissen, weit über die Grenzen der Wolke des Wissens hinaus, hin zum leeren Firmament der Wolke des Nichtwissens. 

LIHULI 8

So schaukelte Lieba noch eine ganze weile dahin und schaukelte sich aus dem Schutzraum, aus ihrem gebauten Kokon mit ihren selbst gemachten Ordnungen hinaus. Sie war bereit sich dem Angriff der Zeit zu stellen und wieso soll sie sich an einer Situation des Glückes festhalten, so wie eine Bergblume, die ihre Wurzeln verzweifelt ums überleben ringend in den Felsen treibt, wieso nicht loslassen und frei die Appetithaftigkeit und Freude durch viele Lebenssituationen fliesen lassen und erfahren dürfen? Wieso nicht? Rief sie voll Lust in die Winterlandschaft und erlebt so die Freude in der Weite und im Schaukeln, hinein in die Vielfalt des Lebens, jeder Baum, die Artenvielfalt, die unterschiedlichen Farben der Grashalme unter der Schneedecke, ein unerschöpflicher Reichtum mit Staunen erfüllte sie mehr und mehr.

Sie schaukelte und schaukelte bis Liebe von Nichtda zum Frühstück gerufen wird. Lieba geht zu Nichtda, die im Hause ist, umarmt sie unerklärlich von Glück erfüllt und tanzt mit ihr freudig, lachend und fröhlich in den morgen hinein. Begeistert kochen Sie…. Wie gut doch, dass Sie sich soweit aus dem Waldhäuschen wagte, in den Wald hinein und ihr dabei der tollwütige Fuchs, begegnet ist, um noch tiefer in den Wald zu gelangen, zu obskuren und okkulten Plätzen, die noch keiner sah und auch nicht sehen wird., weil sie nicht sichtbar sind. Und genau dort findet sich der Tempel, der Tempel der Herzlichkeit, erfüllt mit der Mutter der Mütter, Nichtda, dem Vater der Väter, dem Tod, der Wesenheit der Liebe, die sich niemals bindet, dem Humor, der aus ganzem Herzen lacht und dem Licht, dass keinen Schatten wirft und den Tempel um und durchlichtet. 

LIHULI 9

 
   
 

Empfingen liebe Gäste mit Geschenken ….  

Lieba erwacht vom Traum und sieht wieder Ihre Namenlosen Sohn und den knorrigen Baum. Ihr Kind hat inzwischen einen Schneemann ohne ihrem zutun gebaut, und ist verwundert über deren Größe. Eine vertrauensvolle Nase, ein lachender Mund, strahlende lichte Augen. Lieba ist erfüllt und kann diesen Schneemann ganz so lassen wie er ist. Dann hört Sie wieder den knorrigen Baum sagen: Dein Bub heißt Lichtda. Erstaunt und zunächst zögernd, ruft Sie entzückt Lichta aus und das Kind läuft auf Lieba zu. Sie umarmen sich und während dessen hört Sie wieder dem Baum sagen:  Richte deine ganze Sehnsucht und dein ganzes Hoffen danach aus, dass du Lieba der Vielfalt des Daseins angstfrei und vielmehr und lieba begegnest und dieses lieba zu anderen, ein besitzloser Besitz ist. So dass du, wenn du der Befangenheit, dem Ablassen, der Müdigkeit begegnest, du dich Frei fühlst vom Korsett der Enge und die Enge sich entfaltet und so beginnt sie sich zu Entfalten, dass die Fähigkeit am Lenken mit Freude des Daseins gestaltend beginnt zu leuchten, ja, genau dann wird sich HumAha, dein Mann, wieder sehnen nach einem Miteinander, in jedem Gespräch, im jedem tun, in jedem fühlen, im geborgenen Miteinander und deine Liebe zu ihm nehmen können. Deine Anerkennung ganz und gar nehmen. Lieba, Lichta und der Schneemann steht berührt vielfach da. Lieba lauschte dem alten Bauch mit seinen unzähligen Rillen und der knorrigen Rinde, solange, bis die beiden sich unsichtbar gegenseitig zuzwinkern können, wissend was anderen noch vorbehalten ist,  beide wissend, dass sie was wissen, was andere nicht wissen, weil es dem Nichtwissen vorbehalten ist, dem Wissen es zu sagen, wobei es dem Nichtwissen möglich ist, dem wissen es zu sagen, was das Wissen schon weis, was das Nichtwissen scheinbar nicht wusste und dem Nichtwissen wissen läst, so das es scheint, als hätte es das Nichtwissen nicht gewusst und unwissend mitgeteilt hat, lange schon bevor es das Wissen weis, es sagen und was soll das schon bewirken, ohne dieser Erfahrung, auch möglich ist, dieses zu vergessen, so zu vergessen, dass es gar nicht vergessen ist und es wirkt wie von selbst, als vergessenes Wissen und nur erinnert werden kann, wenn es wissend besser wirken kann und sie sich von selbst behaglich entfalten kann. In Lieba steigt beim Anblick des Baumes und ihres Buben Lichta und des Schneemannes ein unbeschreibliches herzensvolles Glück und eine wärme die den Schneemann zum schmelzen bringt auf und Lieba lauscht dem alten Baum, mit knorrigen Rinde mit den unzähligen Rillen, sich zuzwinkernd, , hört dann klar den Baum sagen. Lieba geh jetzt nach Hause, dein Mann, HumAha, wartet schon auf Euch. Lieba und Lichta rennen darauf vergnügt und froh nach Hause und zuhause wartet schon HumAha und als der den Namen von seinen Buben, Lichta hörte, rannte er begeleitet mit Lieba und Lichta in den dunklen Keller und es wurde so hell, dass all die großzügigen Geschenke, die sich in den Jahren des Streites sammelten, sichtbar wurden und jetzt endlich großzügig an alle verschenkt werden konnten  und bauten aus dem Haus einen Herzentempel, so wie Lieba ihn gesehen hatte, dort, wo man leidenschaftlich und mit allen Sinnen und nicht Sinnen, sichtbar und unsichtbar schaukeln kann, höher und höher, tiefer und tierfer und wenn Sie nicht gestorben sind, dann leben sie heute noch mit voller Zufriedenheit und Herzlichkeit in diesem Tempel zusammen und verschenken großzügig Geschenke.

 
   
   

Information

   
GEP - Gesellschaft für Persönlichkeits- und Berufsbildung